US-Geopolitik & Halbleiter · Technologie
USA drängen Apple zum Verzicht auf chinesische Speicherchips
US-Handelsminister Lutnick fordert Apple auf, angesichts von Engpässen durch den KI-Boom nicht auf chinesische Speicherchip-Lieferanten auszuweichen.
Von Bundestagbrief-Redaktion · Nordamerika ·
Das Wichtigste in Kürze
- Boom bei KI-Rechenzentren führt weltweit zu starker Knappheit und Preisanstiegen bei Speicherchips.
- Apple erwägt zur Sicherung von Lieferketten den Einsatz chinesischer Speicherbausteine.
- Die US-Regierung erhöht den politischen Druck auf den Konzern, chinesische Alternativen zu meiden.
Der weltweite Boom beim Aufbau von KI-Infrastrukturen führt zu drastischen Versorgungsengpässen bei Speicherchips. Um Engpässe bei der Produktion zu vermeiden, hat Apple eine Beschaffung bei chinesischen Herstellern geprüft. Die US-Regierung unter Handelsminister Howard Lutnick drängt das Unternehmen nun explizit dazu, auf Komponenten aus der Volksrepublik zu verzichten und alternative Lieferquellen zu erschließen.
Für die deutsche Industrie unterstreicht dieser Vorstoß die anhaltende Verschärfung des US-chinesischen Technologiekonflikts. Deutsche Hardwarehersteller und Automobilzulieferer, die ebenfalls auf hochmoderne Halbleiter angewiesen sind, müssen sich auf weiter steigende Komponentenpreise und anhaltende Sekundärrisiken durch US-Sanktionen einstellen. Eine Diversifizierung der Lieferketten wird damit auch für europäische Entscheider dringlicher.
Quelle
The Wall Street Journal · New York
Veröffentlicht am
Zur Originalmeldung: U.S. Urges Apple Not to Buy Chinese Memory Chips