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Notenbanken uneins: Fed hält still, EZB signalisiert weitere Lockerung

Während die US-Notenbank auf robuste Beschäftigungsdaten verweist, rechnen Ökonomen in Frankfurt mit einem Zinsschritt im Herbst. Anleger stellen sich auf ein Auseinanderdriften der Kapitalmärkte ein.

Von Marlene Ostwald · Nordamerika ·

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Fed belässt den Leitzins unverändert und verweist auf einen weiterhin festen Arbeitsmarkt.
  • In Frankfurt gilt ein weiterer Lockerungsschritt im Herbst als wahrscheinlich.
  • Anleger positionieren sich für eine wachsende Zinsdifferenz zwischen Dollar- und Euroraum.

Die amerikanische Notenbank hat ihren Leitzins erneut unverändert gelassen. In der Begründung verwies der Offenmarktausschuss auf eine überraschend stabile Beschäftigungslage und auf Preisdaten, die zwar nachgeben, das Zielband aber weiterhin überschreiten.

Anders die Tonlage in Frankfurt: Mehrere Ratsmitglieder halten einen weiteren Schritt nach unten für vertretbar, sollte sich die Konjunktur im Euroraum nicht beleben. Ökonomen großer Häuser rechnen mehrheitlich mit einer Senkung im Herbst.

Für die Kapitalmärkte bedeutet das ein Auseinanderdriften: Die Zinsdifferenz zwischen Dollar- und Euroanleihen dürfte zunehmen, was Wechselkurse und Kapitalflüsse in den Schwellenländern spürbar beeinflusst.

Quelle

Bundestagbrief Redaktion · Washington / Frankfurt

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