Halbleiter · Technologie
Neue Exportauflagen bringen die Lieferketten für KI-Chips ins Wanken
Auftragsfertiger in Taiwan und Südkorea melden verschobene Ausbaupläne. Europäische Rechenzentren suchen Alternativen — die Preise für Beschleunigerkarten ziehen erneut an.
Von Jonas Rieck · Asien-Pazifik ·
Das Wichtigste in Kürze
- Verschärfte Exportauflagen verzögern Ausbaupläne großer Auftragsfertiger.
- Europäische Rechenzentren weichen auf ältere Chipgenerationen aus.
- Die Preise für Beschleunigerkarten steigen im zweistelligen Prozentbereich.
Zwei der größten Auftragsfertiger haben Investitionsentscheidungen für neue Fertigungslinien verschoben. Als Grund nennen beide Unternehmen die Unsicherheit über künftige Ausfuhrgenehmigungen für Hochleistungsprozessoren.
Betreiber europäischer Rechenzentren berichten von Lieferfristen jenseits eines Jahres. Mehrere Anbieter kalkulieren deshalb mit älteren Chipgenerationen — zulasten der Energieeffizienz.
Am Zweitmarkt haben sich die Preise für Beschleunigerkarten binnen weniger Wochen im zweistelligen Prozentbereich erhöht. Analysten erwarten eine Entspannung frühestens im kommenden Jahr.
Quelle
Bundestagbrief Redaktion · Taipeh / Seoul
Veröffentlicht am