Digitale Souveränität · Technologie
Japan vervierfacht Kapazitäten für KI-Rechenzentren
Mit Investitionen von 60 Milliarden Dollar will Japan seine KI-Rechenzentrumskapazität bis 2033 vervierfachen. Ziel ist die Stärkung der eigenen digitalen Souveränität.
Von Bundestagbrief-Redaktion · Asien-Pazifik ·
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Nikkei-Umfrage zeigt eine geplante Vervierfachung der japanischen KI-Rechenzentrumskapazitäten bis 2033.
- Investitionen von insgesamt rund 60 Milliarden US-Dollar stehen für den Infrastrukturausbau bereit.
- Der Telekomriese NTT strebt bis zum Geschäftsjahr 2033 eine Kapazität von zwei Gigawatt an.
Japan setzt auf eine massive Aufrüstung seiner digitalen Infrastruktur, um im globalen Wettlauf um KI-Souveränität hinter den USA und China nicht den Anschluss zu verlieren. Der geplante Ausbau erfordert enorme Investitionen von rund 60 Milliarden Dollar sowie die Bereitstellung immenser Strommengen, wie das Ziel des Telekommunikationskonzerns NTT zeigt, allein zwei Gigawatt Kapazität aufzubauen.
Für deutsche Entscheider unterstreicht der japanische Vorstoß die Dringlichkeit, beim Ausbau souveräner europäischer KI-Infrastrukturen rascher voranzukommen. Ohne verlässliche Energieversorgung und gezielte Großinvestitionen droht Europa im Vergleich zu den USA, China und nun auch Japan bei Rechenkapazitäten weiter ins Hintertreffen zu geraten.
Quelle
Nikkei Asia · Tokio
Veröffentlicht am
Zur Originalmeldung: Japan AI data centers set to quadruple by 2033 with $60bn investment