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Globale Lieferketten · Wirtschaft

Indien baut eigene Halbleiterfertigung mit Milliardensummen aus

Indien verstärkt seine Bemühungen um eine eigene Chipindustrie mit einem 13,4 Milliarden Dollar schweren Förderpaket. Experten warnen jedoch vor den Risiken eines Späteinsteigers.

Von Bundestagbrief-Redaktion · Asien-Pazifik ·

Das Wichtigste in Kürze

  • Indien startet das Programm Semicon 2.0 mit einem Gesamtvolumen von 13,4 Milliarden US-Dollar.
  • Premierminister Modi legte den Grundstein für eine neue Fertigungsstätte im Bundesstaat Andhra Pradesh.
  • Bis 2035 droht dem Land ohne eigene Produktion eine jährliche Chip-Importrechnung von 240 Milliarden Dollar.

Für deutsche Industrieentscheider signalisiert Indiens Halbleiter-Offensive eine weitere Diversifizierung globaler Lieferketten. Das Land versucht gezielt, eine Alternative zu etablierten asiatischen Fertigungsstandorten aufzubauen und sich gegen geopolitische Unterbrechungen abzusichern.

Allerdings stehen der indischen Initiative erhebliche Hürden gegenüber, darunter der Mangel an ausgebildeten Fachkräften und bestehende Infrastrukturdefizite. Für europäische Unternehmen entstehen hier kurzfristig Kooperationschancen, während der Aufbau konkurrenzfähiger Fertigungskapazitäten Jahre dauern wird.

Quelle

Nikkei Asia · Tokio

Veröffentlicht am

Zur Originalmeldung: India pushes semiconductor drive as experts warn of latecomer risks

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