Halbleiter-Aufrüstung · Technologie
China investiert Milliarden in Reifgrad-Chips von Hua Hong
Chinas Staatsfonds stärken den Foundry-Konzern Hua Hong massiv. Der Ausbau von Fertigungskapazitäten bei Legacy-Chips schürt in Europa Sorgen vor neuen Marktverzerrungen.
Von Bundestagbrief-Redaktion · Asien-Pazifik ·
Das Wichtigste in Kürze
- Chinas staatliche Fonds erhöhen die Finanzspritzen für den zweitgrößten heimischen Auftragsfertiger Hua Hong deutlich.
- Der Fokus liegt auf dem Ausbau neuer Fabs, unter anderem am Standort Wuxi, für etablierte Halbleitertechnologien (Legacy Chips).
- Peking strebt eine weitgehende Unabhängigkeit bei der lokalen Chip-Lieferkette an und stärkt den heimischen Markt.
Für die deutsche Industrie, insbesondere die Automobilbranche und den Maschinenbau, ist Chinas Vorstoß im Bereich der Reifgrad-Chips von hoher Brisanz. Etablierte Halbleiterarchitekturen bilden das Rückgrat moderner Steuergeräte und Leistungselektronik. Ein massives Überangebot staatlich subventionierter chinesischer Bauteile könnte europäische Halbleiterhersteller unter enormen Preisdruck setzen.
Gleichzeitig verschärft der Schritt die geopolitische Abhängigkeit in den Lieferketten. Führungskräfte in Politik und Wirtschaft müssen klären, wie der europäische Chips Act und heimische Investitionen wirksam geschützt werden können, um strategische Autonomie bei Basischips aufrechtzuerhalten.
Quelle
South China Morning Post · Hongkong
Veröffentlicht am
Zur Originalmeldung: China state funds double down on Hua Hong in legacy chip push