Halbleiter-Materialien · Energie & Industrie
Ajinomoto und Daikin bauen Präsenz in Taiwans KI-Lieferkette aus
Japanische Spezialchemie- und Materialkonzerne vertiefen ihre Bindung an Taiwans Halbleiterindustrie. Ajinomoto und Daikin erweitern ihre Kapazitäten vor Ort.
Von Bundestagbrief-Redaktion · Asien-Pazifik ·
Das Wichtigste in Kürze
- Ajinomoto und Daikin Industries dehnen ihre Aktivitäten in Taiwan für die KI-Lieferkette aus.
- Japanische Spezialchemie-Lieferanten sichern sich direkte Zugänge zu Großkunden wie TSMC.
- Der Schritt folgt ähnlichen Expansionen von Chemiekonzernen wie Merck, JSR und Entegris.
Die japanischen Konzerne Ajinomoto und Daikin Industries verstärken ihr Engagement in Taiwan, um vom Boom bei Hardware für künstliche Intelligenz zu profitieren. Während Ajinomoto mit Isolationsfolien (ABF) eine Schlüsselkomponente für moderne Chipsubstrate liefert, stellt Daikin unverzichtbare Hochreinschemikalien und Fluorpolymere für die Halbleiterfertigung bereit.
Die Engpasskonzentration bei kritischen Vorprodukten in Ostasien birgt für die deutsche Industrie sowohl Chancen als auch Risiken. Während europäische Chemieunternehmen wie Merck vor Ort mitinvestieren, erhöht die räumliche Verdichtung in Taiwan das Klumpenrisiko für globale Lieferketten, auf die auch der deutsche Maschinenbau und Automobilsektor angewiesen sind.
Quelle
Nikkei Asia · Tokio
Veröffentlicht am
Zur Originalmeldung: Exclusive: Ajinomoto, Daikin expand chip materials ties with Taiwan